Marianne am 16. November 2009
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[Einmischen] [Klimaschutz]

Die Großen werdens nicht richten, aber so klein sind wir auch nicht…
Eigentlich sollte an dieser Stelle mit etwas größerem Brimborium eine Premiere, nämlich ein Lob für einen Kommetar des Lokalchefs der Neuen Westfälischen Lothes Schmalen, erfolgen. Doch als ich heute die SZ-Schlagzeile “Die Welt vertagt den Klimaschutz” las, die die vielen beunruhigenden Meldungen der letzten Wochen in Bezug auf das absehbare Scheitern eines verbindlichen Klimaschutzabkommens in Kopenhagen noch einmal bestätigte, war ich nicht mehr sicher, ob der Bezug auf einen Samstagskommentar in der NW der rechte Bezugsrahmen ist. Aber es gibt eine Parallele: In beiden Fällen, der kleinen, aber für uns hier Lebenden nicht unwichtigen Frage, wer Bielefeld regiert, und in der Menschheitsüberlebensfrage. Es sieht so aus, als ob die Großen jetzt dran wären und es nicht geregelt kriegen, das zu tun, was zu tun ist. Lichtgestalt Obama landet bei unverbindlicher Klimaschutzabsichtserklärung (was wir von der Kanzlerin schon kennen), die hiesigen Öberen schweigen komplett wie im Fall der CDU oder irrlichtern politisch orientierungslos (nein, das darf ich nicht schreiben: Sie haben ja einen Unterbezirksvorstandsbeschluss für rot-grün!) durchs Farbenmeer wie die Genossen.
So weit, so unerfreulich und in diesem Sinne von Lothar Schmalen für unsere kleine Grosßstadt durchaus treffend beschrieben. Allerdings, und auch das gilt nicht nur lokal, ist ein Grundgedanke bei Schmalen und vielen anderen falsch. Der, dass man die großen Männer und Frauen (genauer Merkel) nur auffordern muss, dann besinnen sie sich und starten durch. Enttäuschung ist vorprogrammiert. Anstrengend, aber wir müssen es schon selber in die Hand nehmen.
Was aber heisst das? Die üblichen Gipfeldemorituale deuten sich auch für Kopenhagen an. Auf meine an 400 Adressen gesandte Anfrage, wer hier vor Ort kreativ aktiv werden will, kam allerdings bisher keine Rückmeldung. Auch kommunal herrscht in der Szene offenbar Novembermüdigkeit. Und ich selbst denke mehr darüber nach, wohin es zum Skifahrn und in den nächsten Sommerurlaub gehen soll, als darüber was ich zu einer solchen Bewegung von unten beitragen könnte und wie die aussehen müsste. Bin aber– um den Bogen zu schließen — durchaus bereit, den kommunalen Knoten von der Mitte aus durchzuschneiden. Ob Herr Schmalen uns Grüne darin wohl unterstützen würde? Dann müsste er sich auf jeden Fall keinen Blog mit dem globalen Klimaschutz teilen, versprochen.
P.S.: Das zumindest sollte jede/r tun : http://www.bund.net/bundnet/themen_und_projekte/internationaler_umweltschutz/klima/kopenhagenkonferenz/petition_unterschreiben/
