Portrait von Marianne Weiß

Foto: Adil Faitout

Ideologiefreie Energie

Marianne am 19. November 2009 in den Rubriken
[Klimaschutz] [Umwelt]

DSCN4532“Für den wirt­schaft­li­chen Erfolg der Stadt­werke sei die Eigen­er­zeu­gung maß­geb­lich. Dafür müss­ten alle Fak­ten auf den Tisch. Aus ideo­lo­gi­schen Grün­den sollte nicht das eine oder andere von vorn­her­ein aus­ge­schlos­sen wer­den.” Pit Clau­sen in der NW von heute. Man darf mich gern kor­ri­gie­ren, aber die SPD war doch auch mal für den Atom­aus­stieg, oder”, schrieb mir ein Facebook-​​Freund und erin­nerte mich daran, dass diese Äuße­rung des Ober­bür­ger­meis­ters mir eben­falls beim Zei­tungs­le­sen übel auf­ge­sto­ßen war.
Was heisst das kon­kret? Die Pläne von Schwarz-​​Gelb, die AKW-​​Laufzeiten und damit auch Groh­nde zu ver­län­gern, wer­den von den örtli­chen Sozi­al­de­mo­kra­ten bei diver­sen Anläs­sen schon ein­mal so kom­men­tiert: Ja, wenn’s denn nun so kommt, dann wer­den wir sicher nichts dage­gen unter­neh­men”. Groh­nde als Geld­druck­ma­schine für den Aus­bau des ÖPNV scheint das Kon­zept von zu heis­sen.
Gehö­ren zur Ideo­lo­gie­frei­heit dann auch neue Koh­le­kraft­werks­pläne? Was ist das Maß für Eigen­er­zeu­gung bei den Bie­le­fel­der Stadt­wer­ken — bun­des­weit die Ikeas zu ver­sor­gen, oder den regio­na­len Bedarf zu decken?

Auf der To-​​Decide-​​Liste einer mög­li­chen rot-​​grünen Zusam­men­ar­beit ste­hen diese Fra­gen nicht erst seit Pit Clau­sens Äuße­rung ganz oben.

Ach ja, und eine CDU, die meint Wirt­schafts­för­de­rung bestünde in ers­ter Linie aus neuen Gewer­be­flä­chen auf der grü­nen Wiese, scheint eben­so­we­nig auf der Höhe der Zeit zu sein. Die klei­nen und mit­tel­stän­di­schen Star­tups, die Hand­werks­be­triebe, die Agen­tu­ren und Dienst­leis­ter sind nicht die Flä­chen­fres­ser und bei ihnen spielt die Wachts­ums– und Job­per­spek­tive der Zukunft.

Wir suchen wei­ter nach einer trag­fä­hi­gen Lösung wei­ter­hin ideo­lo­gie­frei suchend, mit immer wie­der erneu­er­ter Energie.

Marianne

Kommentieren