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In einer Stadt, in der Bildung und Kultur zu Hause sind, die zu ihren historischen Wurzeln steht und weltoffen ist. Eine Großstadt mit vitalen Stadtteilen, ein Oberzentrum mit Stärken, aber ohne Dünkel.
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In einer grünen Stadt mit gesunden Bäumen in den zahlreichen Parks und auf dem Teuto, mit sauberer Luft und ohne ständige Lärmbelastung. In einer Stadt, in der die Häuser und nicht das Klima erwärmt werden und in der Strom nicht mehr aus Grohnde kommt, sondern überwiegend aus Sonne, Wind und Biomasse.
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In einer Stadt, in der niemand auf ein eigenes Auto angewiesen ist, weil abwechslungsreiche Wege für Fußgängerinnen und Fußgänger, öffentliche Fahrräder, Elektrofahrzeuge, Taxen, Quartiersbusse, Stadtbahn und ein CarSharing-Fuhrpark auf höchstem ökologischem Niveau kostengünstig für alle Anforderungen des Alltags zur Verfügung stehen.
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Über die attraktiven, nicht allein den Kommerz– und Verkehrsbelangen unterworfenen Plätze der Stadt freut man sich immer wieder aufs Neue. Nachdem der Verkehr vom Jahnplatz verbannt, der Kesselbrink ergrünt, der Neumarkt attraktiver und der Brackweder Treppenplatz endlich zum lebendigen Treffpunkt für alle geworden ist, spricht keiner mehr von den öden Plätzen in Bielefeld.
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Mit einer City, die nicht nur von Filialisten und Großmärkten beherrscht wird, in der neben Fachgeschäften und Büros auch gewohnt wird. Die neue Stadtbibliothek im „Haus der Bildung” hat sich zu einem Anziehungspunkt für Jung und Alt entwickelt. Sie ist mit einem kostenlosen E-Bus, der Bahnhof, Kesselbrink, Ravensberger Park, Jahnplatz und Adenauer Platz verbindet, für alle gut zu erreichen.
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Auch die Freizeitangebote können sich sehen lassen. Das Naturbad in Brackwede, das sanierte Gadderbaumer Freibad und die freigelegte Lutter sind Wassertreffpunkte für alle. Der Obersee und einige Stau– und Mühlenteiche wurden nach ihrer Entschlammung durch Bepflanzungen zu so klaren Gewässern, dass es Spaß macht, auf ihnen zu rudern und in Einzelfällen auch in ihnen zu baden. Im Winter wird die alte Tradition der Eiswiesen wieder belebt und auf dem Neumarkt gibt es eine Eisbahn. Das klar beschilderte Wegenetz lädt zum Wandern, Joggen, Walken und Radfahren ein.
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Es wird wieder gerne in der Stadt gewohnt. Junge Familien und die zunehmende Zahl Älterer finden in neu entstehenden Energie-Plus-Siedlungen, oder auch in umgestalteten Innenstadt-Quartieren flexiblen und bezahlbaren Wohnraum.
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In allen Wohnvierteln — nicht nur in der Innenstadt — kann der tägliche Bedarf bequem gedeckt werden. Für die zunehmende Zahl Alleinlebender gibt es vielfältige Freizeit– und Kommunikationsangebote. Die Älteren und Alten genießen je nach Erfordernis im mittlerweile flächendeckend angebotenen „Bielefelder Modell” Versorgungssicherheit.
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Es ist eine Stadt für Kinder. Sie werden willkommen geheißen, ihre Eltern — wenn dies angezeigt ist — in der Erziehung unterstützt. Sie gehen kostenlos in gut ausgestattete Kindertagesstätten, in denen Erzieherinnen und Erzieher arbeiten, die sich ständig weiter qualifizieren. Es gibt flächendeckend flexible Öffnungszeiten und ein leckeres Essensangebot, das nach Möglichkeit regional und biologisch orientiert ist. Das begleitet die Kinder dann auch in ihrer Schulzeit.
Auf kurzen sicheren Wegen erreichen sie ihre Gemeinschaftsschule, in der sie sich darauf verlassen können, dass ihrem jeweiligen individuellen Lern– und Förderbedarf Rechnung getragen wird. Aber auch Bewegung, Musik und Freiräume fürs Spielen sind selbstverständliche Bestandteile ihres Schultags.
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In dieser Stadt boomen die Wirtschaftszweige der Zukunft: Die klassischen „grünen” Branchen wie Solarhersteller, innovativer Maschinenbau und Ingenieure, die sich den Herausforderungen der ressourcensparenden Produktion stellen, Handwerker, die neue Energietechnik in alte Häuser bringen, Biolandwirte und –händlerInnen, aber auch die vielen Beschäftigten im Gesundheitssektor und die vielfältige Hochschullandschaft bilden das Rückgrat der neuen Arbeitsplätze.
Der neue Campus an der Langen Lage hat sich mit Leben gefüllt, sich aber gleichzeitig begrenzt. Es wurden keine neuen Straßen gebaut und es gab keine weitere Zersiedelung.
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Die kommunalen Stadtwerke sind mit ihrem Energiekonzept, das nahezu vollständig auf erneuerbare Ressourcen setzt, zu einem bundesweit beachteten Vorzeigeunternehmen geworden. Vor allem ihre Programme zur Steigerung der Energieeffizienz sind in aller Munde und haben dazu geführt, dass in allen Bielefelder Haushalten nur noch die besten Geräte stehen. Mittlerweile werden alle verwertbaren organischen Abfälle in den zahlreichen Biomasse-Kraftwerken in Energie und Wärme umgewandelt.
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Die Regionalwirtschaft erfährt eine neue Wertschätzung. Es hat zwar ein bisschen gedauert, aber jetzt erkennen die Verbraucherinnen und Verbraucher am neuen Regionallabel, ob ein Produkt einen weiten Weg hinter sich hat. Jetzt wird darüber nachgedacht, ob eine Regionalwährung, der „OWeLo” eingeführt werden soll. Und auf den jährlichen vorweihnachtlichen OWL-Kunsthandwerksmarkt auf dem Klosterplatz freuen sich alle ebenso sehr wie auf die „Bio-Bi”, eine Leistungsschau unserer Bioproduzenten.
Regionale Orientierung heißt nicht, dass globale Verantwortung nicht gesehen wird. Bielefeld hat sich dafür sensibilisiert, unter welchen Bedingungen auf den Weltmärkten produziert wird. „Fair Trade”-Produkte haben seitdem einen deutlichen Boom erfahren und sind bei der Stadt und ihren Töchtern, aber auch zunehmend im Handel und in vielen Firmen, Standard.
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In allen Unternehmen und in der Stadtverwaltung hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass es falsch war, auf die vielen gut qualifizierten Frauen an der Spitze zu verzichten. Bielefeld hat sich darauf verpflichtet, systematisch Aufstiegsförderung für Frauen zu betreiben und deren Fortschritt regelmäßig zu dokumentieren. Ebenso wird durch Betriebskindergärten und neue Arbeitszeitmodelle die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gefördert. Dabei werden auch bewusst nicht nur die Mütter angesprochen.
Die selbstbewussten Unternehmer und Unternehmerinnen mit Migrationshintergrund sind zu einem wichtigen Beschäftigungs– und Innovationsmotor geworden, nachdem die Blockaden im Bildungs– und Ausbildungsbereich mit vereinten Kräften überwunden werden konnten. -
Im Rahmen von öffentlichen Aufträgen der Stadt werden Beschäftigungsprojekte gefördert, die auch Angebote für die Menschen machen, die aufgrund von Einschränkungen nicht voll arbeiten können. Sie tragen dazu bei, dass sinnvolle städtische Maßnahmen, vor allem in den Wohnquartieren, durchgeführt werden können. Das gute Netz an Beratungsangeboten und Hilfsdiensten konnte trotz finanzieller Schwierigkeiten erhalten und durch Leistungsvereinbarungen abgesichert werden.
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Es ist eine Stadt des Mitmachens und des Mitgestaltens. Die neue Oberbürgermeisterin hat gleich nach ihrer Wahl 2009 einen Ideenwettbewerb für die 800-Jahr-Feier der Stadt 2014 ausgerufen. Herausgekommen ist ein buntes Programm, das der Bielefelder Vielfalt und Kreativität in allen 10 Stadtteilen entspricht. Politik und Verwaltung haben sich geöffnet und setzen auf Durchblick und Beteiligung. Mithilfe der neuen Kommunikationstechnologien, aber auch in Quartierskonferenzen, informiert die Stadt umgehend über Planungen, greift Anregungen und Einwände auf und bezieht sie ein. Die Jugendforen in den Stadtteilen haben sich bewährt, sie werden mittlerweile regelmäßig durchgeführt.
Vorbei auch die Zeit, in der Bürgerinnen und Bürger nur alle fünf Jahre bei der Wahl mitbestimmen können. Sowohl über die grundsätzlichen Fragen, wie sich Bielefeld entwickeln soll, als auch über Einzelprojekte wird leidenschaftlich debattiert und dann gemeinsam gehandelt. Die Oberbürgermeisterin stellt sich und ihre Arbeit jährlich in öffentlichen Stadtteilversammlungen vor.
Wann es so sein wird? Dieses „grüne Bielefeld” von morgen wäre selbst bei absoluter grüner Mehrheit im Bund, im Land und im Rat mit grüner Oberbürgermeisterin nicht im Fünf-Jahres-Programm umzusetzen.
Aber wir können weit kommen, wenn wir uns trauen …
